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Sofalektüre - Buchkritiken (Important)
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Dr. Kaes (Moderator) #1
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Subject: Mundingen liest ...
Konsumrebellen. Über Gegenkultur und Scheinrebellion.

     [Image: http://www.rogner-bernhard.de/autoren/heath-potter/images/cover-heath.gif]
Lehnen Sie die Konsumkultur ab? Den ganzen Verpackungskram, den Reklamerummel? Eine Modeindustrie, die Jagd auf Ihre Kinder macht, mit dem Ergebnis, dass außer Klamotten von Replay und Schuhen von Nike nichts mehr in die Tüte kommt? Willkommen im Club. Denn selbst in knappen Zeiten gehört in Deutschland eine konsumkritische Haltung fast schon zum guten Ton. Mit einer paradoxen Konsequenz: Versandhäuser, die sich von der industriellen Massenfertigung abwenden und nur teure Design-Produkte vertreiben – die so genannten »guten Dinge« –, florieren. Filme wie 'American Beauty' oder 'Fight Club', die sich gegen die Entfremdung des modernen Menschen in der Warenwelt wenden, machen Kasse; und Gesellschafts-Kritiken wie Naomi Kleins 'No Logo' halten sich monatelang in den Bestsellerlisten. Offenbar funktioniert der Kapitalismus bestens und stellt sich auch noch auf die Nachfrage nach konsumkritischen Produkten ein. Aber wie können so viele Menschen das Konsumdenken ablehnen und trotzdem an einer Konsumgesellschaft teilnehmen?
Dieser Frage sind die Autoren in ihrem witzigen und schnellen Buch über Gegenkultur und Scheinrebellion nachgegangen, in dem es genauso um große Offroad-Autos und schicke Lofts geht wie um Baudrillard und Douglas Adams, Star Trek und Sigmund Freud.



Frühmorgens am 8. April 1994 kam der Elektriker, um an der neuen Alarmanlage zu arbeiten. Sie sollte in einem luxuriösen Haus mit Ausblick auf den Lake Washington installiert werden, im Norden von Seattle. Im Gewächshaus findet er den Besitzer des Hauses, Kurt Cobain, in einer Blutlache auf dem Boden. Trotz einer tödlichen Überdosis Heroin hatte er sicherheitshalber kurzen Prozess gemacht und sich mit einer 16-mm-Remington-Schrotflinte die linke Kopfseite weggeschossen.
Als sich die Nachricht von seinem Tod verbreitete, war kaum jemand überrascht. Schließlich war er es, der "I Hate Myself and I Want to Die" aufgenommen hatte. Als Frontman der Gruppe Nirvana, der vielleicht wichtigsten Band der 90er Jahre, wurde er auf Schritt und Tritt von den Medien verfolgt. Seine früheren Selbstmordversuche waren Tagesgespräch. Der neben ihm liegende Brief ließ wenig Raum für Spekulationen: "Better to burn out than to fade away."
Kurt Cobain war das Opfer einer falschen Idee geworden - der Idee der Gegenkultur. Cobain hatte es nie geschafft, seinen Hang zu "alternativer" Musik mit Nirvanas Popularität zu verbinden. Der Selbstmord war am Ende der letzte Ausweg. Lieber Schluss machen, bevor der letzte Rest von Integrität verloren geht. Was er sich nicht eingestehen konnte, war die Möglichkeit, dass alles nur eine Illusion war, dass es gar keine Alternative gibt, keinen Mainstream, keine Verbindung von Musik und Freiheit - und auch keinen Ausverkauf der Ideale. Es gibt nur Leute, die Musik machen und Leute, die Musik hören wollen. Woher stammt dann die Idee, dass man unpopulär sein muss, um authentisch zu sein?



Joseph Heath und Andrew Potter "Konsumrebellen. Der Mythos der Gegenkultur". Aus dem Englischen von Thomas Laugstien. 420 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. Rogner & Bernhard nur bei Zweitausendeins.

19,90 EUR. Nummer 17409. Notieren.
www.last.fm/user/kaesvadius
www.flickr.com/photos/kaesvadius/

Den guten Arzt erkennt man daran, daß er seine Patienten vor dem Leberschaden warnt, aber nicht zu Tode erschrickt, wenn sie ihm aus Dankbarkeit ein Kistchen Burgunder schenken.
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ZOO.tv #2
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wenn du es fertig hast ... bin ich der nächste _ du bekommst von mir !!

Die L. A. Tagebücher


Ein Mann, der um sein Leben schreibt
Seinen ersten Vollrausch erlebt James Brown mit neun Jahren. Mit 14 hat er nahezu jede Droge ausprobiert, die der illegale Markt in Los Angeles hergibt. Mit 30 ist er hochgradig abhängig von Alkohol und Kokain. Als seine beiden Geschwister, ebenfalls starke Alkoholiker, in kurzem Abstand hintereinander Selbstmord begehen, beschließt Brown, sich zu ändern. Indem er schreibend sein Leben Revue passieren lässt und den Ursachen seiner Abhängigkeit auf den Grund geht, gelingt ihm das scheinbar Unmögliche: der Triumph über die jahrelange Sucht.
Ein schockierend ehrlicher und fesselnder Bericht über eine traumatische Kindheit, die Hölle der Sucht und den qualvollen Weg zurück ins Leben.

sehr nett geschrieben und gut zum einschlafen ..
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dOoMi (Administrator) #3
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jau, das will ich auch mal haben   :finger:
<wo zhi dong huochezhan> <laulutunilla> <Jag vill inte bli störd. Jag fikar nu.>
<Do good things and good things happen to you. Do bad things and they come back to haunt you.>
Zuckerguss-Schnecken zu Napalmbomben
djän #4
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Die Möglichkeit einer Insel
von Michel Houellebecq, Uli Wittmann

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3832179283/qid=11251…

[Image: http://images-eu.amazon.com/images/P/3832179283.03.MZZZZZZZ.jpg]

Aus der Amazon.de-Redaktion
Lanzarote ist die ideale Kulisse für Die Möglichkeit einer Insel des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq. Nicht nur, dass sie wegen ihres schwarzen Vulkangesteins so unwirklich erscheint wie der rein fiktive Seinszustand des Titel gebenden Eilands -- der reinen „Möglichkeit“ der Insel -- es verlangt. Sie wirkt auch so, als habe sie eine unendlich alte Vergangenheit. Und doch scheint sie direkt aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Die ideale Kulisse. Denn Houellebecq erzählt von ewigen Dingen wie dem Glück der Liebe und dem Schmerz des Alterns. Aber er projiziert das Ganze in eine ferne Zukunftszeit.

Die Möglichkeit einer Insel spielt in einer Welt, wie sie der Autor, Interviews gemäß, in zweitausend Jahren tatsächlich erwartet. Menschen sind beinahe ausgestorben und vagabundieren in versprengten Häuflein durch die zerstörten Großstädte. Längst sind sie ersetzt von durchnummerierten Klonen, die allenfalls noch durch die schriftlich fixierten Biografien des humanen Ausgangsmaterials mit ihren Gen-Gebern verbunden sind. So sieht sich auch Daniel, der Hauptheld des Buchs, mit den Kommentaren seiner unzähligen Doppelgänger konfrontiert: Immer wieder werden seine Ausführungen von den Echos der „Neo-Menschen“ Daniel24 oder Daniel25 unterbrochen.

Daniel ist auf der Suche nach dem Glück -- der eigentlichen „Möglichkeit einer Insel“ inmitten der genetischen Indifferenz der schönen neuen Welt. Er findet sie in Isabelle, die ein Magazin namens „Lolita“ herausgibt -- und in diesem Titel liegt bereits die ganze Tragik festgeschrieben. Denn Isabelle kann nicht für immer Kindfrau bleiben, und Daniel muss weiter, zu Esther, 22 Jahre alt. Aber auch der mehrfach gespiegelte Held des Romans wird älter und fällt, „hoch in den Vierzigern“, inmitten einer Welt aus lauter Körperkult durchs Raster. Die „Möglichkeit der Insel“ ist bloße Illusion.

Auch wenn im Buch alle Motive früherer Bücher Houellebecqs wiederkehren, so hat er sie in diesem doch am besten, großartigsten miteinander verknüpft. Die vormals überwiegende Lust am Untergang ist einer nüchternen Resignation gewichen -- auch der Autor, der seinem Daniel stark autobiographische Züge verliehen hat, ist älter geworden. Und er hat gelernt, noch etwas besser zu erzählen. --Isa Gerck

Kurzbeschreibung
»Wer unter Ihnen verdient das ewige Leben?«

Der Mensch ist verschwunden. Und mit ihm der Kult um Sex und Fun und ewige Jugend. Geblieben ist nichts als Ekel, Einsamkeit und Langeweile. Der Mensch ist für das Glück und dessen Voraussetzung, die bedingungslose Liebe, nicht geschaffen. Angesichts der unerträglich schmerzvollen Erfahrung des Alters nimmt der Mensch freiwillig Abschied von sich. Und nach der Klimakatastrophe bleiben vom Menschengeschlecht nur archaisch...
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djän #5
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Da bin ich doch heute Morgen zufällig über dieses wohl überaus lesenswerte Stück Buch gestolpert, aber seht selbst:

[Image: http://static2.orf.at/fm4/img/2005-34/261246.jpg]

Lesestoff: Jay Rayner - 'tschuldigung!'

Es ist schon länger her, dass sich 450 schwarz bedruckte Seiten an zwei Abenden in meinen Händen mit hoher Geschwindigkeit fast wie von selbst umblätterten. So wie bei einem Dauemnkino, oder sollte ich an dieser Stelle lieber das Wort "Gaumenkino" ins Spiel bringen? Denn bei Jay Rayners Roman 'tschuldigung!' dreht es sich meist ums Essen.
        
Die ungewöhnliche Geschichte, ...   
Es gibt mehr als nur eine Parallele zwischen diesem Roman und der Wirklichkeit. Aber alles schön der Reihe nach.

Diese Geschichte ist auf zwei Arten ungewöhnlich: Einerseits ist ihr Thema ganz generell ungewöhnlich für eine Romanvorlage und andererseits ist sie ungewöhnlich schnell erklärt. Die Hauptfigur ist der dickliche Restaurantkritiker Marc Basset, der mit giftiger Feder und oft derben Sprachwitz Londons Haute Cuisine aufs Korn nimmt. Mit steigender Unerbittlichkeit seiner Kritiken steigt auch sein Bekannt- und Beliebtheitsgrad. Denn wie im wirklichen Kritikerleben behält man nur die Verrisse im Kopf. So geht es auch der Pressesprecherin der englischen Zeitung, für die Basset schreibt:

"Was war das gleich noch mal vor ein paar Wochen, über diesen italo-chinesischen Fusion-Laden?"
Sie blickte mit zusammengekniffenen Augen in die Ferne, während sie sich zu erinnern versuchte. Dann kehrte ihr Blick triumphierend zu mir zurück: "Dass das Essen im Hochweg besser schmeckt als runter." Sie grinste.
"So etwas in der Art."
"Und dann das neue Fischrestaurant in Margate, wo die Kellner alle hohe Gummistiefel und gelbe Regenmäntel tragen, als ob sie Hochseefischer wären ... machen die das wirklich?"
"Die machen das wirklich."
"Was haben sie darüber geschrieben?"
"Ähm, als ob die ganze Belegschaft für eine besonders sichere Safer-Sex-Party angezogen wäre", zitierte ich mich selbst, etwas schüchtern.
(...)
"Sie sagen ja so viel. Sie sind furchtbar brillant und clever. Nur bleiben eben bestimmte Sachen leichter hängen als andere."   
   
 Doch ein Anruf verändert Marc Bassets Leben von einem Augenblick auf den anderen. Ein Koch namens John Hestridge bäckt sich in seinem eigenen Brotofen zu Tode und klebt an die Ofentür neben seinem Abschiedsbrief die vernichtende Restaurantkritik von Marc Basset. Von Schuldgefühlen geplagt muss nun der Restaurantkritiker etwas machen, was er bis dato noch nie richtig gemacht hat: Sich entschuldigen.

Die dabei durchlaufene emotionale Achterbahnfahrt wird zur Besessenheit. Basset will sich bei allen Personen, denen er etwas Schlechtes angetan hat, enschuldigen, bis er sich schießlich in der diplomatischen Position des Chef-Entschuldigers für die Vereinten Nationen wieder findet.   
        
... und die ungewöhnliche Wirklichkeit, ...   
"tschuldigung!" ist eine witzige und leicht zu lesende Satire, nicht so sehr auf die englische Küche (wie man vermuten möchte) als vielmehr auf die hohe Diplomatie und dem damit einhergehenden, ebenso hohen Staus. Obwohl Autor Jay Rayner hier seinen Charakter und seinen Siegestaumel der Entschuldigungen sehr überzeichnet, bleibt alles in einem gewissen Rahmen des Möglichen. Das liegt vielleicht auch an der sehr einfachen und treffsicheren Sprache, sowie an den bildlichen und leicht nachvollziehbaren Kindheitserinnerungen, die in Bassets Erzählung immer wieder aufblitzen.

Im Endeffekt lebt "tschuldigung!" von seinem Autor Jay Rayner, auch wenn das jetzt trivial daherkommen mag. Es gebe nämlich keinen Besseren, der solch eine Geschichte erzählen kann, ist Rayner im wirklichen Leben schließlich auch Reporter und Restaurantkritiker für den Observer, und darin kommen auch so manch kühne Sätze vor:

I have claimed in the past that I do not go looking for bad restaurants; that, like car crashes and chest infections, bad restaurants sometimes just happen to me. I would, however, be lying if I tried to claim this about my visit to E&O in London's Notting Hill. It is, on paper, everything that I hate about modern restaurants, including the fact that it's in Notting Hill;
(...)
I would rather stick my tongue in a live plug socket than pay my own money for that stuff (which is why I use The Observer's).
   
   

   
   
    
    
... die sie einholt.   
     Aber das ungewöhnlichste ist, das die Wirklichkeit die Fiktion eingeholt hat. Zumindest für Jay Rayner. Zu ungefähr der gleichen Zeit, als er das Buch fertig geschrieben hatte, verübte der Französische Starkoch Bernard Loiseau Selbsmord. Kurz zuvor war sein Restaurant Côte d'Or im Gault Millau Guide heruntergestuft worden. Natürlich hat Jay Rayner darauf mit einem Artikel reagiert.

Wie dem auch sei: "tschuldigung!" ist ein feines, lustiges, schmackhaftes (vor allem das Schokoladenmenü im Kapitel 29!) und verschlingbares Stück Unterhaltung. Es eignet sich perfekt für großes Hollywood-Kino, wobei ich noch anmerken muss, dass die Rechte angeblich schon an Paramount Pictures verkauft wurden. Ich würde trotzdem empfehlen, sich vor einem möglichen Popkornstreifen lieber das Buch auf der Zunge zergehen zu lassen.

Falls das jetzt alles übertrieben ist und jemand das Buch - von meiner Empfehlung angespornt und neugierig - schon nach ein paar Seiten enttäuscht weglegt, dann bleibt mir nur eines zu Sagen: Es tut mir so wahnsinnig leid!

'tschuldigung!' ist im Ullstein Taschenbuch Verlag in der Übersetzung von Marlies Ruß erschienen.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548259502/qid=11252…
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djän #6
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Gerade eingetroffen:

HEINRICH STEINFEST - Nervöse Fische

[Image: http://images-eu.amazon.com/images/P/3492242804.03.LZZZZZZZ.jpg]

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492242804/qid%3D112…

Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Wiener Chefinspektor Richard Lukastik ist ein seltsamer Mensch: Als gnadenloser Logiker und glühender Verehrer des Philosophen Wittgenstein ist er bei seinen Kollegen bekannt für seine recht eigenwilligen Ermittlungsmethoden. Ja, schon sein Name klingt nach einer neuen Kriminaltechnik. Seine Mitarbeiter schätzen ihn für seine analytischen Fähigkeiten, auch wenn sie unter seinen seltsamen Anwandlungen zu leiden haben. Allerdings ist Lukastik trotz seiner Fähigkeiten nicht gerade zum Polizisten geboren: Er hasst Rätsel, und nur dieser in existenzielle Grübeleien übersteigerte Verdruss treibt ihn dazu an, seine Fälle möglichst schnell und unorthodox aufzuklären.

Als in einem Swimming-Pool auf dem Dach eines Wiener Hochhauses ein Toter entdeckt wird, der wider alle Wahrscheinlichkeit scheinbar von einem Hai getötet wurde, zeigt sich Lukastik nicht nur wegen einiger unappetitlicher Details angewidert. Rasch und systematisch beginnt er seine Ermittlungen in diesem ebenso mysteriösen wie absurden Fall. Die Spurensuche führt sein Ermittlungsteam bald ins ferne ländliche Waldviertel, wo kurz darauf zwei seiner Assistenten spurlos verschwinden.

Der Österreicher Heinrich Steinfest ist ein eigenwilliger Autor: Noch aus den winzigsten zwischenmenschlichen Details und aus den absurdesten Nebengedanken heraus schafft er es, über mehrere Absätze und Seiten tiefschürfende Betrachtungen über das Allgemeine und das Besondere der menschlichen Existenz anzustellen. Das ist skurril und witzig, teilweise sogar kriminell gut, aber eben auch nicht jedermanns Geschmack. Das mag wohl auch der Grund sein, warum Steinfest in Deutschland erst mit seinem sechsten Krimialroman
Ein sturer Hund die verdiente Resonanz fand.

Steinfest erzählt mit den Mitteln des Kriminalromans lakonische Geschichten über das Absurde und Hintergründige in unserer sonderbaren (und keinesfalls komplett entzauberten) Welt. Und diese Erzählweise grenzt streckenweise an Großartigkeit, etwa in der Art, wie er seine Wahlheimat Wien beschreibt, “einer Stadt, die das Unterirdische ja verkörpert wie ein Hahn den Morgen oder ein Rührei die Zerschlagung dieses Morgens.� --Christian Koch

gez. Carsten
:news-n-coffee:
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Dr. Kaes (Moderator) #7
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Ein Küchenchef reist um die Welt

von Anthony Bourdain

[Image: http://images-eu.amazon.com/images/P/3442457424.03.LZZZZZZZ.jpg]



Hammerlustig!

Mit Reise- und Gourmeeberichten aus Russland, Kmabotscha, Japan und Mexico und England. Amüsant geschrieben.
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Den guten Arzt erkennt man daran, daß er seine Patienten vor dem Leberschaden warnt, aber nicht zu Tode erschrickt, wenn sie ihm aus Dankbarkeit ein Kistchen Burgunder schenken.
This post was edited on 2005-10-22, 14:22 by Dr. Kaes.
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Dr. Kaes (Moderator) #8
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Freiburger Glück
Heimatkunde - Klatsch - Lebensart -

[Image: http://www.oaseverlag.de/3-88922-092-4/book.jpg]

http://www.oaseverlag.de/index.php?ISBN=3-88922-092-4
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Den guten Arzt erkennt man daran, daß er seine Patienten vor dem Leberschaden warnt, aber nicht zu Tode erschrickt, wenn sie ihm aus Dankbarkeit ein Kistchen Burgunder schenken.
djän #9
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braucht kein mensch
1. wir sind mund9inger
2. haben wir lebensart
3. der weisweiler baggersee wird in dem buch sicher ned erwähnt
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JoeStringer (Administrator) #10
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der halter ist doch aber ein ganz guter schreiber!!
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djän #11
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kenn ihn ned
BTW. Du hattest mir getsren ein Buch empfohlen?
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JoeStringer (Administrator) #12
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J.D. Salinger - Der Fänger im Roggen

Klapptext
Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Holden Caulfield ist eine Kultfigur der amerikanischen Literatur. Er ist sechzehn Jahre alt und irrt durch New York, traurig, krank, verwirrt. Generationen von Lesern haben sich in ihm wiedererkannt, in seinen Träumen und Hoffnungen, in seinen Ängsten und Schwierigkeiten, erwachsen zu werden. Nun spricht er mit einer neuen deutschen Stimme - frech und witzig, traurig und provozierend, ehrlich.

http://www.perlentaucher.de/buch/13212.html

http://www.mardou.de/beat/wfanger.htm

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499235390/ref=pd_bx…
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sunnestich #13
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zu j.d sallinger:

das buch plädschert so dahin. teilweise echt interessante stellen und die figur, die er darstellt wird sehr gut beschrieben. es ist halt ein buch ohne wirkliche spannung. aber man kann sehr gut in die gedankenwelt des 16 jaehrigen eintauchen...
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sunnestich #14
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Subject: rainald goetz. irre..
Rainald Goetz ist ein Phänomen. Wenn ich noch auf dem laufenden bin, ist er einfach verschwunden. Haut so ein Projekt raus wie 'Heute morgen um 4 Uhr 11, als ich von den Wiesen zurückkam, wo ich den tau aufgelesen habe' und ist einfach weg, untergetaucht, vielleicht gestorben? Wäre bei seinem Lebenswandel auf jedenfall eine Möglichkeit.

In IRRE, seinem frühen Roman ist die Form schon ziemlich abgefahren. Es ist in drei Unterbücher aufgeteilt, wo sich das erste nur vom zweiten her verstehen läßt. Am Anfang heißt es also kämpfen, wird man aber wirklich für belohnt. Hat dann auch immer wieder autobiographische Züge. Goetzt hat sich beispielsweise auf dem berühmten Klagenfurter Buchpreis, während seiner Preisrede mit einem Rasiermesser in die Strin geritzt und blutüberströmt seine sehr progressive 'Dankesrede' gehalten. So Sachen bringt er in Nebenschauplätzen unter.
Die zentrale These des Buchs ist vielleicht, die Frage ob psychisch Kranke Menschen dieen Zustand wählen, um einen Protest gegen die herrschende Lebensstruktur zu artikulieren. Sehr gewagt ist klar, aber nicht uninteressant wie er es macht. Nebenher stellt er noch den desillusionierenden Klinikalltag da und beschreibt den Selbstverlust durch  den maschinisierten Arbeitstrott. Sehr geil.
Im letzten Buch ist es dann ein ziemlich kranker Abriss über die kullturelle Situation seiner Zeit.

Hört sich jetzt eher nach schwerer Kost an, ist aber sehr unterhaltsam.
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sunnestich #15
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Subject: rainald goetz. rave..
Und noch einmal.

Hier begleitet er Väth und Kollegen ein Jahr auf deren exesziven Auschweifungen.
Vielleicht weniger anspruchsvoll, aber mindestens genau so unterhaltend..
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Dr. Kaes (Moderator) #16
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Tolles Buch, auch wenn mit über 800 Seiten etwas viel zu lesen - aber gut! Schau mir jetzt den Film dazu an .........

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djän #17
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MUST HAVE http://www.amazon.de/Real-World-Haskell/dp/0596514980/ref=…
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dOoMi (Administrator) #18
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jo, mit o'reilly kann man nix falsch machen :wink: aber trotzdem...dass du im ernst ein fachbuch hier postest? ich bin beeindruckt gg
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djän #19
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Hehe, naja ich finde jeder Programmierer sollte sich zumindest einmal praktisch mit ML oder Haskell beschäftigt haben.

EDIT: Free Online Version
http://book.realworldhaskell.org/read/
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This post was edited on 2008-12-23, 14:24 by djän.
djän #20
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OHHH http://www.amazon.de/Things-Grandchildren-Should-Oliver-Ev…
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