Subject: Man hat ein Käseproblem
[font=georgia:13]Mein verehrter Kommilitone und Autor Hauke Trustorff hat mir Heute den Gefallen getan, ein Paar Geschehnisse des derzeitigen Waldhausalltags in eine recht amüsante Geschichte zu packen. Euch allen viel Spaß:
Man hat ein Käseproblem
Als man heute morgen erwachte waren zwei Umstände vollkommen klar. Erstens dachte jemandes Kopf bei sich: „AAAAAAAHHH tut man weh!“ Und des Weiteren bekam man vom süffigen Magen angeordnet, allen Personalpronomen besser aus dem Weg zu gehen. Man hatte sich gegenüber sämtlichen sicherlich gestrig Verhalten.
Der Kopf korrigierte vorheriges Gefühl und erörterte alsbald, dass man für die vermutete Tageszeit bereits viel zu wenig schmerzte.
Man sinnierte. Man beschloss, dass die unglaublichen Mengen an verköstigten Pokulanzien ihre Arbeit eigentlich auch noch heute Morgen verrichtet haben müssten. Dass man eigentlich zu wenig schmerzte.
„Momääääänt....“ dachte man „Momäänt...! Halt. Stopp. Wenn man so wenig schmerzt....wie spät ist man dann eigentlich....?“
Ein Blick zur Uhr offenbarte, dass ein Sprung aus dem Bett nötig sei. Man musste sich beeilen, damit die großen Pläne von einem nicht durch Ladenschlusszeiten vereitelt wurden. Schließlich hatte man noch bei Aldi jemandes Käse umzutauschen.
Fettig und dünstend quengelte man sich an die Kasse vor, schließlich wollte man nichts kaufen. Kassererinnenpersonal verunsichern war nicht die Absicht, man geschah dennoch ohne weiteres.
„Sie wollen den Käse umtauschen?“ fragte man erstaunt. „Das haben wir ja noch nie gemacht!“ Man antwortete, bloß weil man etwas nie tat man kein Grund sei, dass man nicht möglich sei. Man solle eines doch ausnahmsweise tun, der Käse sei schließlich offensichtlich nicht gut, man sei ja schon angelaufen, da so seitlich.
„Wie wer kam angelaufen?“ Man war hinter der Kasse offensichtlich anders begabt als im Denken.
Man versuchte, jemandes Position zu erläutern:
„Na man gucke doch mal durch die Folien wie weißlich und diesieg man schon ist.“
Man blickte erschrocken aus der Verkäuferinnenwäsche.
„Wie was ...man...wer..wie?“
Obwohl man in der Schlange hinter einem schon nervös scharrte und hustete ließ man sich nicht vom Weg von Recht und Ordnung abbringen.
„Der Käse! Man ist alt. Man gammelt. Das war schon. Man hat einen schon so gekauft und sowas geht ja einfach mal gar nicht!“
„Aber wieso hat man ihn denn gekauft?“
Inzwischen schlug sich geschäftsführendes Personal eine Bresche durch die mittlerweile aufgebrachte Menge einer gewissen Kundenschlange.
„Was gibt’s für ein Problem hier?“ runzte man Schnauzbärtig.
Aus der Menge tönte „Man hat sich hier einfach vorgeschoben und belästigt jedermann mit Käsegeschichten.“
Man strich sich die pelzige Oberlippe. „Was ist denn mit dem Käse?“
Man erhoffte endlich einen kompetenten Gesprächspartner vor sich zu haben und seufzte „Man hat ihn gekauft“.
„Wieso tut man denn so was. Das sieht man doch, dass der gammlig ist.“
„Deswegen will man ihn ja auch umtauschen.“
„Und wieso macht man das nicht?“
„Das weiss man ja nicht, wieso man sich da so weigert.“
Man hatte nach Ladenschluss noch mehrere interessante Diskussionen. Und man hatte schließlich einen neuen Käse mit schön Weißschimmel.
Morgens noch erwartete peinliche Begegnungen blieben den ganzen Tag aus, weil man eventuelle gestern angepöbelte Personalpronomen mied.
Doch da glibscht was einem kalt den Buckel runter. Waren einem nicht doch ein paar unterbewusst unangenehm aufgefallen, an diesem Tag im Supermarkt?
http://www.subh.de/501379971f0eb510b/501379971f0eb5226/index.html…
Man hat ein Käseproblem
Als man heute morgen erwachte waren zwei Umstände vollkommen klar. Erstens dachte jemandes Kopf bei sich: „AAAAAAAHHH tut man weh!“ Und des Weiteren bekam man vom süffigen Magen angeordnet, allen Personalpronomen besser aus dem Weg zu gehen. Man hatte sich gegenüber sämtlichen sicherlich gestrig Verhalten.
Der Kopf korrigierte vorheriges Gefühl und erörterte alsbald, dass man für die vermutete Tageszeit bereits viel zu wenig schmerzte.
Man sinnierte. Man beschloss, dass die unglaublichen Mengen an verköstigten Pokulanzien ihre Arbeit eigentlich auch noch heute Morgen verrichtet haben müssten. Dass man eigentlich zu wenig schmerzte.
„Momääääänt....“ dachte man „Momäänt...! Halt. Stopp. Wenn man so wenig schmerzt....wie spät ist man dann eigentlich....?“
Ein Blick zur Uhr offenbarte, dass ein Sprung aus dem Bett nötig sei. Man musste sich beeilen, damit die großen Pläne von einem nicht durch Ladenschlusszeiten vereitelt wurden. Schließlich hatte man noch bei Aldi jemandes Käse umzutauschen.
Fettig und dünstend quengelte man sich an die Kasse vor, schließlich wollte man nichts kaufen. Kassererinnenpersonal verunsichern war nicht die Absicht, man geschah dennoch ohne weiteres.
„Sie wollen den Käse umtauschen?“ fragte man erstaunt. „Das haben wir ja noch nie gemacht!“ Man antwortete, bloß weil man etwas nie tat man kein Grund sei, dass man nicht möglich sei. Man solle eines doch ausnahmsweise tun, der Käse sei schließlich offensichtlich nicht gut, man sei ja schon angelaufen, da so seitlich.
„Wie wer kam angelaufen?“ Man war hinter der Kasse offensichtlich anders begabt als im Denken.
Man versuchte, jemandes Position zu erläutern:
„Na man gucke doch mal durch die Folien wie weißlich und diesieg man schon ist.“
Man blickte erschrocken aus der Verkäuferinnenwäsche.
„Wie was ...man...wer..wie?“
Obwohl man in der Schlange hinter einem schon nervös scharrte und hustete ließ man sich nicht vom Weg von Recht und Ordnung abbringen.
„Der Käse! Man ist alt. Man gammelt. Das war schon. Man hat einen schon so gekauft und sowas geht ja einfach mal gar nicht!“
„Aber wieso hat man ihn denn gekauft?“
Inzwischen schlug sich geschäftsführendes Personal eine Bresche durch die mittlerweile aufgebrachte Menge einer gewissen Kundenschlange.
„Was gibt’s für ein Problem hier?“ runzte man Schnauzbärtig.
Aus der Menge tönte „Man hat sich hier einfach vorgeschoben und belästigt jedermann mit Käsegeschichten.“
Man strich sich die pelzige Oberlippe. „Was ist denn mit dem Käse?“
Man erhoffte endlich einen kompetenten Gesprächspartner vor sich zu haben und seufzte „Man hat ihn gekauft“.
„Wieso tut man denn so was. Das sieht man doch, dass der gammlig ist.“
„Deswegen will man ihn ja auch umtauschen.“
„Und wieso macht man das nicht?“
„Das weiss man ja nicht, wieso man sich da so weigert.“
Man hatte nach Ladenschluss noch mehrere interessante Diskussionen. Und man hatte schließlich einen neuen Käse mit schön Weißschimmel.
Morgens noch erwartete peinliche Begegnungen blieben den ganzen Tag aus, weil man eventuelle gestern angepöbelte Personalpronomen mied.
Doch da glibscht was einem kalt den Buckel runter. Waren einem nicht doch ein paar unterbewusst unangenehm aufgefallen, an diesem Tag im Supermarkt?
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djän
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